GIL‑Kanalisationssystem im Uferbereich von Nantong

Das GIL‑Kanalisationssystem im Binjiang‑Gebiet von Nantong gehört zu den Infrastruktur‑Anschlussprojekten dieses Stadtteils; es erstreckt sich über insgesamt 5,3 Kilometer und weist eine Gesamtinvestition von 550 Millionen Yuan auf. Die Haupttrasse der Kanalisation ist nördlich der Yanhe‑Straße sowie westlich der Changjiang‑Mitte‑Straße angelegt und wird von der Nantong‑Übertragungs‑ und Umspannwerks‑Engineering‑Gesellschaft, einem Tochterunternehmen der Nantong‑Stromversorgungsgesellschaft, realisiert. Das Projekt ermöglicht die Umstellung der vier bestehenden 220‑kV‑Hochspannungsleitungen im Binjiang‑Gebiet von oberirdischen Freileitungen auf unterirdische Kabelkanäle und schafft damit eine zuverlässige Grundlage für die langfristige Planung und Entwicklung des Gebiets. Im Rahmen des Vorhabens wurde die modernste GIL‑Technologie (Gasisolierter Metallgeschlossener Stromleitungskanal) eingesetzt; zugleich handelt es sich um das derzeit längste GIL‑Kanalisationssystem in China auf dieser Spannungsebene. Die Gesamtlänge der Kanalisation beträgt rund 30 Kilometer; die längsten einzelnen Abschnitte weisen jeweils 2,7 bzw. 2,1 Kilometer auf. Da es sich um einen oberirdischen Tunnel handelt, wurde – entsprechend der städtischen Topografie – nicht durchgängig gerade verlaufen; zahlreiche Kurven sowie Anstiege und Abfahrten sind vorhanden. Bei besonderen Geländeformen wie Flüssen wurde ein Tiefbauverfahren mittels Rohrvortrieb eingesetzt; die entsprechenden Rohrabschnitte sind etwa 240 Meter lang, wobei die maximale Neigung rund 10 Grad beträgt. In Bereichen mit komplexen geologischen Verhältnissen kamen großwinklige Ausgleichseinheiten zum Einsatz; insgesamt wurden mehr als 130 horizontale und vertikale Richtungsänderungen vorgenommen. Der Einsatz von Wellrohren belief sich auf nahezu 1.000 Stück.