Welche Standardleistungen weisen Metallkompensatoren auf?
Veröffentlichungsdatum:
2023-09-18
Die Standardleistungen von Metallkompensatoren lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Die eine umfasst die für den Einsatz garantierten Eigenschaften, wie Druckfestigkeit, Temperaturbeständigkeit, Ermüdungsfestigkeit und elastische Ausgleichsfähigkeit; die andere betrifft Größen wie Steifigkeit und Querschnittsfläche, die zwar nicht unmittelbar für den Betrieb erforderlich sind, jedoch maßgeblichen Einfluss auf die Auslegung des Rohrleitungssystems sowie auf die Anwendung des Metallkompensators haben. Daher ist es wichtig, beide Aspekte gründlich zu verstehen.
Druckfestigkeit des Kompensators
Der Kompensator arbeitet im Rohrleitungssystem und muss dem jeweiligen Druck – sei es innerem oder äußerem Druck – standhalten; dies setzt eine ausreichende Druckfestigkeit des metallischen Kompensators voraus. Diese wird durch Konstruktion und Prüfungen ermittelt, wobei geeignete Konstruktionsparameter festgelegt werden. Die dabei bestimmte Druckfestigkeit entspricht dem Auslegungsdruck. Da Kompensatoren in Serien angeboten werden, sind sie entsprechend Nennweite und Nenndruck in Typenreihen unterteilt. In den meisten Fällen erfolgt die Einstufung des Auslegungsdrucks nach der Nenndruckreihe 0,25, 0,6, 1,0, 2,5 … MPa. Nur in wenigen Fällen werden Produkte mit einem vom Nenndruck‑Typenbereich abweichenden, auf Anforderung festgelegten Druck ausgeführt. Bei der Auslegung eines Rohrleitungssystems legt der Planer entsprechend dem tatsächlichen Bedarf den maximalen Betriebsdruck der Rohrleitung fest und wählt anschließend den für die jeweilige Anwendung geeigneten Nenndruck des Kompensators.
Kompensationsfähigkeit des Kompensators
Die Kompensationsfähigkeit eines Kompensators beruht auf der elastischen Verformung des Wellrohrs und umfasst Dehnung, Stauchung, Biegung sowie deren kombinierte Verformungen. Die Höhe der Kompensationsfähigkeit wird vom Konstrukteur entsprechend den Anforderungen festgelegt und spiegelt sich im Produkt in der vorgesehenen Nennkompensation wider; sie gibt an, welche maximale Kompensationsleistung unter bestimmten Bedingungen erreicht wird. Je nach Typ unterscheiden sich die Kompensationsarten; hauptsächlich werden axiale, transversale und winkelabhängige Kompensation sowie deren Kombinationen eingesetzt.
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