Ausrüstung zur Extrusionsformgebung von doppelwandigen Wellrohren aus Polyvinylchlorid


Veröffentlichungsdatum:

2023-09-18

  Die Ausrüstung für das Extrusionsformverfahren von PVC‑Doppelwand‑Wellrohren ähnelt im Wesentlichen derjenigen für das Extrusionsformverfahren von Einwand‑Wellrohren; der Unterschied besteht lediglich in der Formwerkzeugausstattung für den Rohrrohling. Da Doppelwand‑Wellrohre jedoch überwiegend in großen Durchmessern und Spezifikationen gefertigt werden und dabei größere Rohstoffmengen erfordern, empfiehlt sich die Verwendung eines Doppelschneckenextruders, was zu einer besseren Prozessführung führt.
 
  Darüber hinaus unterscheidet sich die Formkonstruktion der Rohlingform für doppelwandige Wellrohre von jener für einwandige Wellrohre dadurch, dass der gerade Abschnitt der Form zum Rohlingformen länger ausfällt; zudem sind zwei Schmelzfluss‑Verteilerkegel sowie zwei Schmelzflusskanäle vorhanden, wobei die in diesen beiden Kanälen geführten Schmelzen jeweils die inneren und äußeren Wandlagen des doppelwandigen Wellrohrs formen. Zwischen den inneren und äußeren Schmelzflusskammern befindet sich außerdem ein Einlasskanal für Druckluft; die hier eintretende Druckluft bläst die äußere Wandlage auf und presst sie eng an die wellenförmige Form an, wodurch die Wellenform des Rohrs geprägt wird. Das zentrale Loch des inneren Kernstabes kann mit einem Heizelement bestückt werden; zudem verfügt es über Durchgangslöcher, durch die sowohl Druckluft als auch Kühlwasser geleitet werden können.
 
  Die beiden Formen weisen hinsichtlich ihrer Aufbausstruktur folgende Gemeinsamkeiten auf: Vor dem Schmelzeflussverteilungskegel ist jeweils eine poröse Platte angeordnet; die Einstellung der Wanddicke des Rohlings erfolgt durch Verstellung des Verschiebewegs von Verteilungskegel und Kernstab, wodurch sich der Spalt zwischen Kernstab und Düsenform verändert; die Düsenform hingegen kann aufgrund ihres Eintauchens zwischen die beiden halben Wellenformen nicht bewegt werden.