Importiertes Sicherheitsventil mit Balancierung des Rückdrucks mittels Wellrohr
Das importierte, mit einem Wellrohr ausgestattete, rückdruckausgeglichene Sicherheitsventil ist ein Druck‑ und verschleißfestes Schutzgerät für Rohrleitungen und Behälter, die mit toxischen, gesundheitsschädlichen sowie leicht entzündlichen und explosionsgefährlichen Medien betrieben werden. Es verfügt über ein aus Edelstahl geformtes Wellrohr, das einen vollständigen Austritt des Mediums nach außen verhindert und gleichzeitig den Rückdruck am Auslass des Sicherheitsventils ausgleicht, wodurch die Genauigkeit des Einstell‑Drucks gewährleistet wird.
2018-10-23
Auslegung und Auswahl von Metallwellrohren
Bei der Anwendung von Faltenbälgen bilden die vom System (Gesamtgerät) oder vom Teilsystem (Bauteil) vorgegebenen Bedingungen die maßgebliche Grundlage für deren Konstruktion und Auswahl. Im Allgemeinen umfassen die festgelegten Auslegungsbedingungen folgende Punkte: 1. Maximale Baulänge bzw. Durchmesser 2. Art und Größe der Betriebsbelastung 3. Arbeitsweg 4. Betriebstemperaturbereich 5. Eigenschaften des Arbeitsmediums 6. Genauigkeitsanforderungen 7. Lebensdauer Inhalte und Grundsätze der Konstruktion und Auswahl metallischer Faltenbälge Die wesentlichen Aspekte der Faltenbalg‑Konstruktion und -Auswahl bestehen darin, ausgehend von den vorgegebenen Systembedingungen das geeignete Material, die Bauform, die geometrischen Abmessungen sowie die Leistungsparameter des Faltenbalgs zu wählen. Bei der Auswahl sind die systemseitigen Anforderungen an den Faltenbalg zu erfüllen; zugleich ist eine fortschrittliche und sinnvolle Konstruktionsauslegung anzustreben, die – sofern möglich – durch optimierte Gestaltung weiter verbessert wird. Praxiserfahrungen zeigen, dass die richtige Konstruktion und Auswahl eines Faltenbalgs von entscheidender Bedeutung sind: Wird diese nicht sachgerecht getroffen, können selbst hochwertig gefertigte Faltenbälge die gestellten Einsatzanforderungen nicht erfüllen. 1. Materialauswahl Auf der Grundlage der bekannten Bedingungen – etwa Verwendungszweck, Art und Höhe der Belastungen, Genauigkeitsanforderungen, Arbeitsmedium, Betriebstemperatur sowie Lebensdauer – sowie unter Berücksichtigung der Umform‑ und Schweißbarkeit des Materials ist ein geeignetes Werkstoffmaterial auszuwählen. Zudem ist dessen Verfügbarkeit auf dem Markt zu beachten. 2. Festlegung der Bauform a) Wahl der Faltenform Abhängig von Verwendungszweck, Leistungsfähigkeit, Einsatzanforderungen sowie den jeweiligen Eigenschaften und Fertigungsmöglichkeiten verschiedener Faltenformen ist eine möglichst sinnvolle Form zu wählen. In der Regel werden vor allem U‑förmige Falten eingesetzt. b) Bestimmung der Anzahl der Faltenlagen Die Anzahl der Lagen hängt von der Anwendung, dem Betriebsdruck, der Steifigkeit sowie dem Arbeitsmedium ab. Bei höheren Betriebsdrücken kommen in der Regel mehrschichtige Faltenbälge zum Einsatz; hier sind sowohl die Anzahl der Lagen als auch die Wanddicke jeder einzelnen Lage sorgfältig abzustimmen. c) Vorläufige Beurteilung einer eventuellen Kombination mit anderen elastischen Elementen In bestimmten Fällen werden Faltenbälge parallel zu Spiralfedern eingesetzt – etwa zur Erhöhung der Messgenauigkeit, bei relativ hohen Betriebsdrücken oder bei Vorliegen von Stoßbelastungen. d) Auswahl der Endanschlüsse Die Konstruktion der Endanschlüsse ist abhängig von den jeweiligen Fertigungsverfahren, Schweißtechniken sowie den strukturellen Gegebenheiten des Gesamtsystems zu berücksichtigen. e) Berücksichtigung einer Führungseinrichtung Bei besonders langen wirksamen Längen des Faltenbalgs ist zur Vermeidung von Knickinstabilität während des Betriebs die Installation einer Führungseinrichtung ratsam; beispielsweise verfügen Ventil‑Faltenbälge in der Regel über entsprechende Führungen. f) Einbindung von Verstärkungsringen Zur Erfüllung der Anforderungen bei höheren Betriebsdrücken können Verstärkungsringe eingesetzt werden; alternativ bietet sich eine mehrschichtige Bauweise an, oder es kann eine Kombination beider Konzepte gewählt werden. Verstärkungsringe dienen der lokalen Verstärkung, während mehrschichtige Konstruktionen eine flächendeckende Verstärkung bewirken. 3. Konstruktion und Berechnung der Strukturparameter Die Leistungsfähigkeit eines Faltenbalgs hängt maßgeblich von seiner konstruktiven Ausgestaltung ab. Zu den wichtigsten Strukturparametern zählen Innendurchmesser, Außendurchmesser, Wandstärke, Wellenabstand, Wellendicke, Anzahl der Wellen, Anzahl der Lagen sowie die Abmessungen der Endanschlüsse, die wirksame Länge und die Gesamtlänge. In der Regel sollten Anwender eines Faltenbalgs nicht eigene Produkte entwickeln, sondern aus einschlägigen Normen und Produktkatalogen der Hersteller passende Modelle auswählen. Dies reduziert Entwicklungskomplexität, senkt die Fertigungskosten und verkürzt die Produktionszeit. 4. Berechnung der Leistungsparameter Nachdem die wesentlichen geometrischen und konstruktiven Parameter des Faltenbalgs durch Berechnung oder erste Auswahl festgelegt wurden, sind anschließend die Leistungsparameter zu ermitteln. Sollten die errechneten Leistungsdaten die technischen Anforderungen nicht erfüllen, sind die geometrischen Abmessungen entsprechend anzupassen. Da die Anforderungen je nach Verwendungszweck variieren, ist im Entwurfsprozess jeweils eine dem spezifischen Einsatzzweck angepasste Vorgehensweise zu wählen. Für Messanwendungen stehen insbesondere Steifigkeit, Festigkeit und Elastizität im Vordergrund. Obwohl verschiedene Faltenbälge unterschiedlicher Form und Dimension dieselbe Steifigkeitsanforderung erfüllen können, unterscheiden sich die dabei auftretenden Spannungswerte erheblich. Als sinnvoll erweisen sich jene Lösungen, die sowohl die erforderliche Steifigkeit sicherstellen als auch geringe Betriebsspannungen aufweisen. Eine Reduzierung der Spannungen erhöht nicht nur den Sicherheitsfaktor, sondern mindert auch die Auswirkungen von Materialelastizität wie Hysterese, Nachwirkung und Ermüdung, wodurch die Genauigkeit und Zuverlässigkeit des Faltenbalgs weiter gesteigert werden.
2018-10-23